Debian 6.0 „Squeeze“ released

Gut dass ich gestern den Server doch nicht mehr aufgesetzt habe, was ich eigentlich vor hatte. Denn heute Nacht hat das Debian-Projekt seine Distribution der Version 6.0 mit dem Alias „Squeeze“ veröffentlicht. Dann wird der neue Server gleich als Squeeze aufgesetzt.

Nokia N900 mit Maemo

Nokia Logo

Noch vor ein paar Wochen konnte ich nicht erwarten, dass das Palm Pre endlich in Deutschland angeboten wird. Doch nun bringt Nokia das N900 raus.

Das N900 ist der Nachfolger des Surftablets N810. Der gigantische Vorteil gegenüber dem N810 ist aber, dass das neue Gerät ein GSM- und UMTS-Modul enthält und somit als vollwertiges Handy dienen kann. Auch das Surfen ist nun damit via UMTS möglich, auch wenn keine WLAN-Netz zur Verfügung steht. Damit das Gerät aber auch in die Hosentasche passt, ist es von den Abmessung kleiner als das N810. Wie auch schon das Palm Pre, scheint das N900 einen Kalender zu besitzen, der meinen Anforderungen genügt (multiple Kalender). Ich muss nun noch herausfinden, wie es mit der Synchronisation mit meinen Lightening steht.

Folgende Features heben das Gerät von all seinen Mitbewerbern ab:

  • 32GB internen Speicher + 16GB Speicherkarte möglich
  • Maemo als Betriebssystem, welches auf Debian basiert
  • Zugang zu einer Shell möglich, ohne irgendein Jailbreak einsetzen zu müssen
  • Auflösung von 800×480 Pixel

Nun fällt die Entscheidung leider deutlich schwerer, ob es nun ein Palm Pre oder einer Nokia N900 werden soll.

Vorteile Palm Pre:

  • Bessere Tastatur

Vorteile Nokia N900:

  • Deutlich grösserer interner Speicher (32GB statt 8GB beim Pre)
  • Speicher-Karte wird unterstützt
  • Höhere Auflösung
  • Wahrscheinlich besserer Browser
  • Wahrscheinlich deutlich mehr Zusatzsoftware wegen Maemo
  • Früher verfügbar

Somit wird es wohl auf das Nokia N900 rauslaufen, wenn nicht in der Zwischenzeit ein weiterer Anbieter noch ein interessanteres Smartphone vorstellt.
Das Nokia N900 kann bei Nokia schon verbestellt werden.

Debian 5.0 (Lenny) released

Debian Logodebian logo

Ganz still und heimlich hat das Debian-Team gestern die nächste Version von Debian veröffentlicht. Lange haben wir drauf gewartet, aber dass es jetzt so schnell ging, hätte ich nicht gedacht. Auf dem Desktop bin ich ja inzwischen auf Kubuntu umgestiegen, da mir die Release-Zyklen von Debian einfach zu lang sind, aber auf Server kommt mir nichts anderes drauf.
Allerdings werde ich noch ein paar Tage oder Wochen warten, bis ich meine Server updaten werde. Nicht dass sich noch Fehler eingeschlichen haben, die jetzt erst entdeckt werden. Die Chance ist zwar recht gering, aber sicher ist sicher.

Vollwertiges ZFS für Linux in absehbarer Zeit?

Gerade haben ich den sehr interessanten Artikel über OpenSolaris als Fileserver bei heise open gelesen. Dort wird beschrieben, wie man auf Basis von ZFS einen SMB-Server aufsetzt. Schon seit der ersten Ankündigung von ZFS fasziniert mich dieses Filesystem. Gerade seine Einfachheit finde ich genial. Als Linux-Anwender seit über 13 Jahren und nahezu 10 Jahren Linux-Systemadministrations-Erfahrung habe ich bezüglich Filesysteme, RAID-Systemen und Volume-Manager schon einiges gesehen, aufgesetzt und betreut. Alle diese Lösungen sind irgendwie schon OK, da man ganz gut damit arbeiten kann. Aber man muss immer an viel zu viele Dinge denken. Leider bin ich aber vor allem mit Linux und sehr selten mit Solaris/Opensolaris unterwegs. Somit hat es sich für leider bisher nicht ergeben, ZFS einzusetzten.

Von daher meine Frage: Wann gibt es eine vollwertige ZFS-Implementierung für Linux? Der Ansatz ZFS für FUSE geht ja schon mal in die richtige Richtung, aber auch dieses Projekt ist meines Wissens nach noch nicht stabil und damit noch in keiner Distribution, vor allem nicht bei Debian, verfügbar.

Ich würde mir wünschen, dass Sun ZFS unter der GPL freigibt. Ich denke, dann wäre es nur eine Sache von ein paar Monaten, bis ZFS im Linux-Kernel eingebaut ist.

Nachtrag

Danke an Peter. Er hat mich auf ein Interview mit Ian Murdock auf Golem aufmerksam gemacht, das u.a dieses Theme enthält. So wie es scheint, denkt tatsächlich darüber nach, ZFS unter die GPL zu stellen. Allerdings gibt es noch einige rechtliche Fragen zu klären. Bin mal gespannt, wie das ausgeht.

CUPS und Samsung SCX-4725FN

Nach ein paar Jahren mit meinem HP LJ2100 ist dieser so langsam ein wenig altersschwach geworden und ich habe mich nach Alternativen umgesehen. Da mein Tintenpisser-Fax immer wieder eingetrocknet ist, war recht schnell klar, dass ich ein Kombigerät will. Außerdem steht dann nur noch ein Gerät da. Ein weiterer Vorteil von so einem Gerät ist, dass es ein Flachbett hat, womit man auch mal Dinge aus einem Buch / einer Zeitschrift rauskopieren kann.

Für mich war natürlich auch wieder eine Linuxunterstützung eine der Grundvoraussetzung. Eine weitere Voraussetzung war die Netzwerkunterstützung. Lange rede, kurzer Sinn. Ich habe mir eine SCX-4725FN von Samsung bestellt, da es auf der Homepage von Samsung ein Treiberpaket für Linux gibt.

Dass ich diese Treiber gar nicht brauch, da der Samsung von sich aus IPP (Internet Printing Protocol) unterstützt, habe ich so vorher gar nicht gelesen. Ich mußte also nur die IPP-URL des Druckers, nachdem ich ihm eine IP-Adresse, etc gegeben, im CUPS angeben und schon konnte ich drucken. Ich war ehrlich sehr positiv überrascht.

Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass ich es noch nicht geschafft habe, mit dem Gerät auf Linux zu scannen. Die Software ist leider nur für Windows vorhanden. Wer da irgendwo eine Anleitung hat, bitte mir unbedingt bescheid geben.

MacBook und Kubuntu

Nachdem meine letzten Posts alle nur von yingiz gehandelt haben, nun mal wieder ein wenig technischere Beutrag.

Apple MacBook

Kurz vor Weihnachten habe ich mir ein Apple MacBook zugelegt, da es vom Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich besser ist, als bei den Konkurrenten. Des weiteren schaut es auch noch deutlich besser aus. Auch bietet es z.B. ein Multi-Touch-Pad, was kein anderer Hersteller bisher in seine Geräte einbaut.

Bei meinen Kollegen habe ich allerdings nur Kopfschütteln bewirkt, als ich erzählt habe, dass das erste was ich gemacht habe, es war, ein Linux zu installieren. Apple hat ja bei OS X schon die richtigen Ansätze und vieles finde ich auch super, wenn man aber seit 10 Jahren eigentlich nur Linux/KDE benutzt, dann fehlen einem doch ein paar Dinge, die einem über die Jahre ans Herz gewachsen sind.

Nun stand die Frage im Raum, welche Distribution es denn sein sollte. Für mich sls langjähriger Debian-Anhänger war klar, dass es auf jeden Fall eine Distribution mit APT als Packet-Verwaltung sein muss. Eigentlich wollte auch wieder ein Debian-Etch installieren, allerdings habe ich mich dann mal ein wenig schlau gemacht und bin dann bei Kubuntu hängen geblieben, obwohl ich damit vor ein paar Jahren noch nicht so gut Erfahrung gemacht habe. Allerdings muss ich gleich sagen, dass Kubuntu inzwischen erwachsen geworden ist.

Ich bin sehr erstaunt, wie reibungslos die Installation funktioniert hat und wie super die Hardware erkannt wurde, ohne dass ich noch viel nachbearbeiten musste. Sogar das Power-Management, Speed-Step, … Ich hatte ja noch die Prozedur im Hinterkopf, die ich vor über 5 Jahren durchgemacht habe, um auf meinem PowerBook G4 ein Debian zum laufen gebracht habe. Da mußte alles per Hand installiert und eingestellt werden.

Ich kann also jedem die Kombination MacBook/Kubuntu empfehlen.

Apache2, FastCGI, PHP auf Debian

Auf liberty-and-justice.de wird beschrieben, wie man auf Debian Apache2, fastCGI und PHP einrichtet. Leider wird auf weitere Vorteile nicht eingegangen:

  • Man kann PHP4 und PHP5 parallel auf einem Server betreiben (z.B. je nach Extension oder per Subdomain)
  • Die Sicherheit kann deutlich erhöht werden, da PHP-Scripte nicht mehr mit den Rechten des Webservers laufen

Der Artikel bezieht sich wohl auf Debian Sarge. Hier mußte man tatsächlich FastCGI aus testing nehmen. Seit Debian Etch braucht man das nicht mehr. Alle Pakete die benötigt werden sind stabil.

Das nur meine zwei Anmerkungen. Ansonsten kann ich auch nur allen diese Lösung empfehlen.

udev und Hama Card Reader

Ich hatte neulich ja schonmal über udev und meinen iPod berichtet. Nun habe ich noch Regeln für meinen Hama Card Reader gebaut. Das ist schon sehr komfortabel. Kein Editieren der fstab mehr nötig, nachdem man den Card-Reader angesteckt hat.


SUBSYSTEMS=="scsi", KERNEL=="sd?1", ATTRS{model}=="Card Reader CF", NAME="%k", SYMLINK+="cardreader/cf"
SUBSYSTEMS=="scsi", KERNEL=="sd?1", ATTRS{model}=="CardReaderMMC/SD", NAME="%k", SYMLINK+="cardreader/sd"

udev ist herrlich

Debian Etch nutzt ja bekanntermaßen udev. Zuvor war es immer ein Problem, wenn man mehrere usb-storage-Geräte angeschlossen hatte, dass dann oft die fstab nicht mehr gestimmt hat. Jetzt einfach folgenden Eintrag in die /etc/udev/udev.rules eintragen:

SUBSYSTEMS=="scsi", KERNEL=="sd?", ATTRS{model}=="iPod*", NAME="%k", SYMLINK+="ipod"

Nun einfach das Device /dev/ipod mounten lassen

Folgender Befehl hilft ungemein, die passenden Parameter für udev.rules zu finden, vorausgesetzt der iPod wird als /dev/sdb gefunden:

udevinfo -a -p $(udevinfo -q path -n /dev/sdb)