Ist btrfs schon einsetzbar?

Vor ca. einem halben Jahr habe ich begonnen, mich näher mit dem Thema zfs und Linux zu beschäftigen. U.a. habe ich mein Home-Verzeichnis auf eine zfs-Partition die über FUSE eingebunden war, verlegt. Ich bin nach wie vor begeistert, wie einfach das Einrichten und die Konfiguration ist. Auch das erstellen eines täglichen Snapshots und das Kopieren dieses mittels eines zfs-Dumps auf eine zweite Platte mit zfs-Dateisystem war ein Kinderspiel.

Leider sind zfs und FUSE nicht für einander geschaffen. Im täglichen Betrieb hatte das Gespann einen enormen Overhead erzeugt. FUSE hat über 40% der CPU für sich beansprucht. Ich brauch nicht weiter ausführen, warum ich mich schnellstens nach einer Alternative umgeschaut habe, nachdem zfs leider nicht direkt in den Linux-Kernel kommen wird. Ob sich die Situation mit der Übernahme von Sun durch Oracle zum Besseren hin wenden wird, möchte ich bezweifeln.Da helfen auch keine Versuche wie die der Firma Knowledge Quest Infotech. Es ist und bleibt ein Gebastel.

Die künftige Lösung wird btrfs heißen. Allerdings ist das seit 2007 auch von Oracle entwickelte, aber unter der GPL stehende Filesystem noch im Betastadium. Trotz allem habe ich mich dazu entschieden, btrfs zu verwenden. Aktuell läuft meine Home-Partition unter btrfs und das seit ein paar Monaten fehlerfrei. Mit der Snapshot-Funktion von btrfs, rsync und der Snapshotfunktion von zfs wird jeden Tag ein Backup eine externe Festplatte, basierend auf zfs erstellt. Sollte also doch mal irgendwas nicht so wollen, wie es soll, sind die Daten entsprechend gespeichert.
Vor ein paar Wochen hat auch das MeeGo-Projekt mitgeteilt, als Standard-Dateisystem ab sofort btrfs einzusetzen. Das hat mich wieder darin bestärkt, den Test nicht abzubrechen und wieder auf ein ext3/4 zu gehen. Wenn so ein Projekt als stabil betrachtet, um es als Standard zu definieren, dann sollte es für mich auch passen.

Wie seht Ihr das Ganze? Kann man btrfs zumindest auf dem Desktop schon einsetzen oder sollte man noch warten?

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